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Aus der Asche zur Illusion …

Malinda Lo: Ash

Lo, Malinda - Ash

Inhalt

Von früher Kindheit an ist Ash mit den Geschichten aufgewachsen, die sich um Faeries, Hexen und die Jägerinnen des Königs drehen. Und aus allen hat sie die Moral mitgenommen, wertvolle Lektionen, die ihr Leben erleichtern sollen. Doch als Ashs Eltern sterben und sie bei einer unliebsamen Stiefmutter die Schulden ihres Vaters abbezahlen soll, wächst ihr Verlangen, dem wunderschönen Sidhean in den Wald zu folgen. Nur eine Person kann den Zauber durchbrechen und Ash wieder zurück an ihre menschliche Welt binden …

Quickfacts

Autor: Malinda Lo
Titel: Ash
Preis: £7.99 (TB) | 3,99€ (E-Book)
(Listenpreise! Je nach Buchhandlung können diese variieren)
ISBN: 978-0-34098837-4
Verlag: Hodder Children’s Books
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

„Ash“ war nur als kleiner Read für zwischendurch geplant, da ich gerade in meinen anderen Büchern nicht weiterkomme. Es wurde mir schon vor längerer Zeit empfohlen, da es auch LGBT-Themen behandelt, aber sich nicht großartig um ein Coming Out dreht, sondern dieses in ein Fantasy-Setting einarbeitet. Daher war ich sehr gespannt, was mich erwartet. Allerdings hat mich das Buch etwas zwiegespalten hinterlassen.

Mir fiel es an einigen Stellen leider sehr schwer, dem Verlauf der Geschichte zu folgen, zumal es einige Zeitsprünge gibt, die es nicht einfacher machen. Letztendlich hatte ich keine Ahnung, wie alt Ash nun eigentlich ist, und auch ihr Verhalten hat keinen richtigen Schluss darauf zugelassen. Dazu muss ich sagen, dass mir das Tempo zeitweilig etwas seltsam vorkam, mal passiert auf 50 Seiten genug, um 200 zu füllen, mal zieht es sich extrem, weil Nebenstränge aufgemacht werden, die gar nicht weiter relevant sind.

Was mir allerdings gut gefallen hat, war das Worldbuilding an dieser Stelle. Es ist nicht wahnsinnig riesig, aber man bekommt einen guten Eindruck von der Umgebung, den Mythen und Legenden, und vor allem von der Haltung der Menschen. König, Königin und Prinz spielen dabei aber eher eine kleinere Rolle, richtig schön fand ich eher die Welt der Faeries, die in diesem Buch etwas brutaler sind und eher an alte irische Legenden angelehnt. Sidhean bildet da eine kleine Ausnahme, die allerdings gut begründet ist, und auch seine Reaktionen konnte ich gut nachvollziehen, obwohl ich mir gerade am Ende auch von seiner Seite aus mehr Explosionsfaktor gewünscht hätte.

Zu Ash hatte ich an manchen Stellen eine recht enge Bindung und dachte, ich würde ihren Charakter endlich verstehen, dann wiederum wurde sie mir doch wieder fremd. Eine richtige Motivation habe ich bei ihr nur selten feststellen können, ihr fehlte ein wenig der Antrieb, weshalb ich auch das Gefühl hatte, dass die Geschichte oft nur vor sich hin plätscherte. Vor allem Ashs Emtionen und ihre Liebe hätte ich mir noch besser ausgearbeitet gewünscht. Die Jägerin hingegen fand ich richtig toll, auch wenn sie erst sehr spät in der Geschichte aufgetaucht ist. Dafür war die Storyline rund um die zwei sehr gut gesponnen und ich hätte doch gern mehr davon gehabt. Ansonsten kamen mir die Charaktere aber eher flach und eindimensional vor, sie alle hatten ihre paar Charaktereigenschaften, aber überrascht hat mich außer Sidhean keiner.

Die Geschichten in der Geschichte waren mir eigentlich das Liebste am Buch – ich mag diese Art, den Glauben der Menschen zu zeigen und ihre Legenden zu veranschaulichen. Außerdem fand ich den Schreibstil auf weiten Strecken sehr beeindruckend, denn er ließ sich trotz teilweise sehr ausführlicher Beschreibungen gut lesen und hat mich die Welt sehr gut sehen können. Auch die Referenzen zu Cinderella fand ich gut eingebettet, es ist keine reine Nacherzählung und hat sich gut mit dem fantastischen Anteil der Geschichte vermischt, sodass etwas völlig Eigenes entstanden ist.

Alles in allem war „Ash“ für mich eine gute Geschichte mit einigen Schwächen. Man darf nicht den phänomenalen Hit schlechthin erwarten, aber für ein paar Stunden Lesevergnügen hat es durchaus gereicht. Es war auch etwas Frisches und Neues drin verwoben, was ich sehr gern hatte, wobei ich das Gefühl hatte, dass es dem Buch manchmal noch an handwerklichem Geschick und Charakterentwicklung fehlte. Trotzdem konnte es mich zum Großteil unterhalten.

 

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2 Kommentare zu „Aus der Asche zur Illusion …

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