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Die Angst vor der Angst selbst …

Laura Kneidl: Verliere mich. Nicht.

Kneidl, Laura - Verliere mich. Nicht

Inhalt

Mit Luca ging es Sage besser, doch ihre Vergangenheit kann nicht mal er aufhalten. Nachdem sie von den Schrecken ihrer Angststörung eingeholt wurde, kann Sage ihn trotzdem nicht aus ihren Gedanken verbannen. Luca war ihre Zuflucht, ihr Glück, ihr Anker – doch kann es für die beiden noch eine Chance geben? Und kann Sage endlich ihre Lasten ablegen, um ein freies Leben zu führen?

Quickfacts

Autor: Laura Kneidl
Titel: Verliere mich. Nicht.
Preis: 9,99€ (E-Book) | 12,90€ (TB)
ISBN: 978-3-7363-0549-6
Verlag: Lyx
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

Der erste Band der Reihe, „Berühre mich. Nicht.“ hat bereits eingeschlagen wie eine Bombe. Ich war am Ende völlig aufgelöst, hätte es aber auch nicht anders haben wollen. Dementsprechend war ich so gespannt darauf, ob mich „Verliere mich. Nicht.“ ebenso überzeugen kann, und tatsächlich – ich kann es nicht anders sagen. Das Buch hat mich berührt, meine Zuneigung ist nicht verloren gegangen und ich kann es nicht leugnen: Ich liebe es.

Was mich vor allem am ersten Band begeistert hat, war die Authentizität der Charaktere. Die ist auch in Band 2 nicht verloren gegangen, ich habe mich Sage gegenüber eher näher gefühlt. Teilweise fand ich ihre Entscheidungen auf den ersten Blick zwar etwas schwierig nachzuvollziehen, doch wenn man darüber nachdenkt, ergibt alles Sinn. Sie ist so realistisch gehalten, trifft auch dumme Entscheidungen und verspielt ihr Glück selbst, weil sie nunmal emotional und nicht nur rational handelt.

Auch Luca war wieder ein richtiger Traumtyp. In der ersten Hälfte habe ich über ihn einige Male die Augen verdrehen müssen, doch wie er sich für seine Freunde und seine Familie einsetzt, hat mir sehr gut gefallen und alles überwogen. Ich empfand seine Sensibilität gewissen Themen gegenüber als sehr vorbildlich, und auch sein Umgang mit Sage in der zweiten Hälfte des Buchs hat mir gut gefallen.

Allerdings muss ich sagen, dass einige Szenen, die zu Dramen geführt haben, schon etwas klischeebehafteter als im ersten Teil waren. Manches war sehr vorhersehbar, aber trotz allem interessant und spannend gestaltet. Und das Ende hat mich schließlich komplett überzeugen können, denn es war genau das, was ich mir gewünscht habe. Je näher man ihm kommt, desto mehr stauen sich die Gefühle und die Komplikationen auf, bis sie sich mit einem großen Knall entladen. Daher fand ich es auch schön, dass es nicht direkt so explosiv begonnen hat, sondern wieder diese Ruhe inne hatte, wie der erste Teil. Man kann so viel besser mit den Charakteren mitfühlen und hat Zeit, die emotionalen Bindungen aufzubauen, bevor die „großen“ Dramen losgehen.

Alles in allem hat mir „Verliere mich. Nicht.“ sehr viel Spaß beim Lesen bereitet und gerade das Ende war wundervoll. Spannung, Emotionen, Drama und der sensible Umgang mit schwierigen Themen kamen hier nicht zu kurz. Ich war sehr gerührt und freue mich schon auf weitere Werke von Laura Kneidl!

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6 Kommentare zu „Die Angst vor der Angst selbst …

  1. Guten Morgen 🙂

    Eine sehr schöne Rezension! In einigen Dingen kann ich dir wirklich nur zustimmen, z. B. was der sensible Umgang mit ernsten Themen geht etc. pp. und auch Spannung und Drama kam nicht zu kurz, allerdings muss ich leider gestehen, dass mich das Buch doch mit recht enttäuschten Gefühlen zurückgelassen hat 😦

    Während Teil 1 etwas Besonderes war; gar nicht typisch New Adult, war Teil 2 genau das, etwas, was ich so gar nicht mag. Zu viele Klischees, eine Protagonistin, die sich vollkommen ins Negative verwandelt hat und unglaublich viele Wiederholungen … hach, ich wollte dieses Buch so sehr lieben, leider hat es mich nicht so begeistern können.

    Unterhalten fühlte ich mich dennoch, was Laura Kneidl’s Schreibstil, Luca, April und auch Connor zu verdanken ist. Schade finde ich allerdings sehr, dass einige Fragen offen blieben und viele Nebenschauplätze gar keinen richtigen Abschluss bekommen haben, zum Beispiel eben die Sache mit Aaron und Connor, hach, so gerne hätte ich gewusst, wie es mit den beiden ausgegangen ist, gerade deshalb, weil es im Laufe der Geschichte so unfassbar viele Anspielungen gab 😦

    Ganz liebe Grüße
    Ivy

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu Ivy 🙂

      Danke für deine Meinung! (Und fürs Verlinken ❤ ) Was die Nebencharaktere angeht, kann ich dir zustimmen, aber gerade bei Aaron und Connor gab es ja auch diese vielen Andeutungen, sodass wir als Leser auch Interpretationsfreiheit haben – und ich muss zugeben, ich fand es auch mal sehr erfrischend, dass nicht jeder Strang verraten wurde und ich selbst einfach interpretieren konnte, wie es am Ende ausgeht. Aber das ist natürlich Geschmackssache. 🙂 Schade, dass es dir nicht so gut gefallen hat, aber Laura hat ja noch einiges in petto, da ist sicher noch etwas dabei, das dich hoffentlich wieder überzeugen kann. 🙂

      Liebe Grüße,
      Klaudia ❤

      Gefällt 1 Person

      1. Das stimmt, man hat da natürlich sehr viel Interpretationsfreiheit, allerdings bin ich dann doch eher der Meinung, dass wenn man irgendwas ankratzt, es zumindest auch teilweise zu einem Abschluss bringen sollte. Das ist genauso, wie wenn Charaktere plötzlich mitten drin verschwinden ohne sichtliche Erklärung – sowas nervt mich total haha 😀 Hach ich fands so schade mit Connor, ich habe ihn so sehr ins Herz geschlossen ich hätte sooo gerne gewusst, wie es mit ihm weitergeht 🙂 aber naja, man kann eben nicht alles haben und natürlich hast du Recht wenn du sagst, es ist alles Geschmackssache!

        Liebste Grüße und gern geschehen, wegen des Verlinken meine ich 🙂

        Ivy

        Gefällt mir

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