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Ein Schicksal ohne Wiederkehr …

Flora Grimaldi & Maike Plenzke: Macha

bran

Inhalt

Auf der unberührten Insel Errance können alle Kreaturen in Frieden leben. Aufgrund ihrer verschiedenartigen Kräfte sind sie weit über die Natur verstreut – bis die Menschen unter der Führung ihres Königs eindringen. Schnell werden nicht nur Bäume gefällt, sondern auch die Kreaturen, die sich den Eindringlingen in den Weg stellen. Ein Krieg zieht heran – und mittendrin ist die Füchsin Macha, die eigentlich nur die Liebe ihres Lebens retten will. Doch sie ist der Schlüssel zu etwas viel Größerem …

Quickfacts

Autor: Flora Grimaldi
Illustrator:  Maike Plenzke
Titel: Macha
Preis: 16,00€ (HC)
ISBN: 978-3-551-76318-1
Verlag: Carlsen Comics
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

Ich würde töten für einen neuen Teil dieser Comics. Na gut, vielleicht doch nicht ganz so drastisch, aber nachdem ich schon „Bran“ von Flora Grimaldi und Maike Plenzke verschlungen habe, hatte ich auch an „Macha“ große Erwartungen. Und es passiert selten, dass eine Geschichte, auf die ich mich dermaßen freue und so viele Hoffnungen reinstecke, diese noch um Längen übertrifft.

„Macha“ erzählt die Vorgeschichte zu „Bran“ und behandelt somit ausführlicher die titelgebende Protagonistin, die Bran in seinem Band auch schon einen kleinen Teil ihrer Vergangenheit erklärt. Dieser wird jetzt stärker beleuchtet, ebenso wie der Krieg zwischen Menschen und Kreaturen, der ein wichtiges Schlüsselelement führt die Entwicklung beider Bände ist. Dabei lernt man jetzt aber auch die Protagonistin besser kennen, die aus ihrer Fuchsgestalt in eine menschliche wechseln kann. Ronan, ihr Liebhaber, kommt dabei auch nicht zu kurz.

Sehr interessant fand ich den krassen Kontrast, den Macha zwischen den beiden Bänden bietet. Im Prequel ist sie nämlich noch deutlich lebenslustiger und mitfühlender, kümmert sich rührend um jeden, der verletzt ist, hat aber keine Hemmungen, auch mal die Fäuste zu schwingen. Ihre offene Art hat sie mir hier noch sympathischer gemacht. Vor allem die Liebe zu Ronan hat man auch in den Zeichnungen transportiert gespürt. Ronan ist dagegen schon etwas zurückhaltender, will auch nicht in einen Krieg ziehen, sondern lieber ein abgeschiedenes Leben mit Macha führen. Doch ihre Schicksale steuern auf einen tiefen Abgrund zu, und ich fand es sehr berührend, zu sehen, wie Macha an ihre Kräfte aus dem Edelstein gelangt ist, die ihr eine außergewöhnliche Fähigkeit verleihen, mit der sie das Geschick im Krieg wenden könnte.

Auch in diesem Band hat mir die Aufmachung wieder einmal sagenhaft gut gefallen. Die einzelnen Panels wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet, vor allem die verschiedenen Kreaturen stachen gut heraus. Auffällig ist, dass dieser Band viel heller wirkt als „Bran“, was den Kontrast zwischen den Zeiten noch einmal unterstreicht. Auch das Vorsatzpapier mit dem Blättermuster hat sehr gut gepasst und die Papierqualität war wieder einmal sehr hochwertig und hat das Lesen erleichtert, sowie die Bilder unterstützt.

„Macha“ ist so eine außergewöhnliche Geschichte mit vielen versteckten Details, Anspielungen auf Bran, wunderschönen Orten, Kreaturen, Träumen, dass man es gar nicht aus der Hand legen will. Mich haben die Charaktere in ihrer Vielschichtigkeit mitreißen können, ebenso wie die Story, die viele Überraschungspunkte hatte. Alles in allem ein absoluter Schmökergenuss!

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Ein Kommentar zu „Ein Schicksal ohne Wiederkehr …

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