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Die Flammen der Scheiterhaufen lodern bedrohlich …

Saskia Stanner: Magica – Quelle der Macht

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Inhalt

Als die junge Hexe Kristy 1645 eine Vision erhält, die den zugezogenen Lord of Devon 400 Jahre in der Zukunft zeigt, erschließt sich ihr der Sinn hinter dem von Gaia gesandten Bild nicht. Was hat es mit dem geheimnisvollen Lord Jonathan auf sich? Um das herauszufinden, schleust sie sich als Kindermädchen bei der Lordschaft ein. Doch die Hexenjäger breiten sich über England aus und Kristy befindet sich zunehmend in Gefahr – kann Jonathan sie vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen bewahren?

Quickfacts

Autor: Saskia Stanner
Titel: Magica – Quelle der Macht
Preis: 12,90€ (TB) | 3,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3946172611
Verlag: Eisermann Verlag
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

Schon lange liegt dieser Titel von Saskia Stanner auf meinem SuB, doch nun ist es endlich soweit, und passend zur Blogtour zum zweiten Band konnte ich „Magica – Quelle der Macht“ endlich davon befreien. Da ich ab und zu recht gern historische Romane lese, war ich gespannt, wie dies in Verbindung mit den Fantasy-Elementen umgesetzt wird.

Dank dem lockeren, flüssigen Schreibstil der Autorin konnte ich mich ziemlich schnell in der Geschichte zurechtfinden, auch wenn man zwischen drei Sichten wechselt. Der Haupttteil der Geschichte wird durch Kristys Sicht erzählt, wobei es manchmal noch Rückblenden von Seiten Lord Jonathans und eines mysteriösen Tagebuchschreibers gibt. Über dessen Identität habe ich eine Weile gerätselt und blieb auch bis zur Auflösung ohne einen konkreten Verdacht.

Die Geschichte bewegt sich um einen relativ kleinen Zeitraum von wenigen Monaten herum, sodass der Erzählstrang nicht langweilig wirkt. Am Ende kam sogar richtig Action auf und ich hatte mit diesen Ausmaßen nicht gerechnet, auch wenn es einige Hinweise darauf gab – allen voran Kristys Vision. Als Hexe untersteht sie ihrer Göttin Gaia, wobei ich besonders den Hexenkult sehr interessant fand und gern noch etwas mehr darüber erfahren hätte. Kristys Hintergrundgeschichte wird dabei ebenfalls beleuchtet, denn aus ihrer Familie hat sie die stärksten Kräfte erhalten und wird ziemlich oft allein auf diese reduziert. Daher lässt sie sich schnell auf die Aufmerksamkeit des neu zugezogenen Lords Jonathan ein – ein Umstand, den ich für die Zeit, in der das Buch spielt, als etwas seltsam empfand.

Dies ist wohl auch mein größter Kritikpunkt: In der Hinsicht war mir das Buch tatsächlich zu modern gestaltet. Es fängt an bei Kristys Beziehung, in der sie Jonathan auch als ihren Freund bezeichnet. Die historischen Ereignisse dieser Periode, insbesondere der Bürgerkrieg, die Pest 200 Jahre zuvor und die Hexenverfolgung waren gut umgesetzt und aufgegriffen, aber an einigen sprachlichen und inhaltlichen Details, unter anderem dass zu der Zeit keine Gouvernante, als die sich Kristy letztendlich ausgibt, auf die Idee gekommen wäre, in der Küche zu helfen, hat es einfach gehapert.

Ab und zu ging mir einiges etwas zu schnell, und vor allem das Ende hätte gern noch etwas mehr Raum haben können, um sich zu entfalten, weshalb ich tatsächlich erst mal etwas verdutzt dasaß. Dafür fand ich die fantastischen Aspekte mit den Hexen sehr gut gelungen, und auch das übernatürliche Familiengeheimnis, das die Lordschaften hüten, war gut umgesetzt und konnte mich überzeugen.

Alles in allem war „Magica – Die Quelle der Macht“ für mich ein Buch, das zur Unterhaltung definitiv geeignet ist und einige schöne Lesestunden bietet, wenn man ein paar Schwächen im historischen Setting in Kauf nehmen kann. Ich bin nun sehr gespannt auf den zweiten Band, gerade nach dem Ende, mit dem ich nicht ganz gerechnet habe.

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