Mariella Heyd: Elfenfehde – Zweimal im Leben

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Inhalt

Ein Meteoriteneinschlag bringt Feodoras ganze Welt in Aufruhr. Als sie weder ihre Eltern, noch ihre Freunde nach der Naturkatastrophe findet, verschanzt sie sich in der örtlichen Bibliothek. Bis ein junger Mann bei ihr auftaucht und ihr die Schuld an dem Unglück gibt: Zerdon, der sie zurück in die Anderswelt bringen will, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Feodora schlimmster Feind und ehemaliger Geliebter erwartete sie dort, ein tyrannischer Dunkelelf. Reicht ihr Mut aus, um ihn für seine Grausamkeit zahlen zu lassen, oder verfällt sie doch wieder seinem Bann?

Quickfacts

Autor: Mariella Heyd
Titel: Elfenfehde – Zweimal im Leben
Preis: 12,99€ (TB) | 4,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-946955-00-9
Verlag: Zeilengold Verlag
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

„Elfenfehde – Zweimal im Leben“ ist mein erstes Buch und gleichzeitig das Debüt des Zeilengold Verlags. Die Fantasygeschichte hat vom Klappentext her schon einen starken Konflikt mit einer besonderen Heldin versprochen, weshalb ich sehr neugierig an das Buch herangegangen bin. Von Mariella Heyd hatte ich zwar schon etwas auf der Leseliste, kam aber bisher noch nicht dazu, weshalb mir auch der Schreibstil unbekannt war.

Feodora ist ein sehr in sich gekehrter Mensch mit einer zurückhaltenden Art und Unsicherheiten, die wohl jeder in jungen Jahren durchgemacht hat. Allerdings weiß sie auch, was sie will und handelt so, dass sie es bekommt. An vielen Stellen war sie mir allerdings zu naiv und ein etwas passiver Charakter, der mehr mit sich hat machen lassen, als selbst von ihr ausgegangen ist. Glücklicherweise hat sich das zum Schluss hin etwas gebessert.
Zerdon ist ein Elf, der schon sehr lange als Feos Beschützer gilt. Er soll sie in die Anderswelt zurückholen und ihr auf ihrer Mission gegen den Dunkelelf Arawn zur Seite stehen. Die langsam aufbrodelnden Gefühle zwischen Feodora und Zerdon sind für mich leider immer noch sehr schnell und teilweise etwas unbegründet aufgekommen, eine richtige Bindung habe ich zwischen ihnen nur schwer erkannt. Arawn hatte es Dunkles, Verbotenes an sich, und obwohl er der Antagonist ist, war er definitiv mein Lieblingscharakter. Sein starker Wille und seine außergewöhnliche, teils schon fanatisch liebende Art haben ihn zu einem außergewöhnlichen Elf gemacht.

In die Geschichte bin ich anfangs eher schleppend hineingekommen. Den Prolog aus Feodoras Kindheit und das anschließende Szenario mit dem Meteoriteneinschlag in ihrer Gegenwart mochte ich sehr gern, denn das hat die Neugier erhöht und für Spannung gesorgt. Allerdings fand ich das Drumherum noch etwas zu ausführlich geschildert, die Action kam leider erst zu spät auf und wurde überlagert von Nebensächlichkeiten des Teenagerlebens. Als Feodora schließlich auf Zerdon trifft und in der Anderswelt landet, ging die Handlung jedoch richtig los und je weiter sie sich auf der Reise befunden haben, desto düsterer wurde auch die Geschichte. An einigen Stellen haben mich die Beschreibungen sehr gefesselt und gerade durch ihre dunkle, grausame Seite in ihren Bann gezogen. Die Anderswelt wird nicht nur als Ort des Lichts dargestellt, und auch Feodora hat öfter mit ihrer Moral zu kämpfen.

Der Schreibstil hat mich leider nicht auf der vollen Länge fesseln können, was auch an einigen Fehlern lag, die jedoch bald ausgemerzt werden. Mariella Heyd hat definitiv viele gute Ideen verarbeitet, allerdings waren mir persönlich einige nebensächliche Szenen zu sehr in die Länge gezogen und es hätte noch mehr Action und noch mehr der fantastischen Welt bedurft, um das auszugleichen.

Alles in allem war „Elfenfehde – Zweimal im Leben“ ein solider erster Teil einer Dilogie, der aber noch Verbesserungspotenzial aufweist. Ich werde die Reihe weiterverfolgen und auch den zweiten Band lesen, von dem ich mir ein gutes Anknüpfen an das offene Ende mit dem großen Plot Twist aus Teil 1 wünsche.

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Ein Gedanke zu “Eine alte Verbindung bleibt auf ewig bestehen …

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