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Herzlich Willkommen zum letzten Tag unserer Blogtour zu „Savior Agency – The Knight of Time“ von Sara Metz! Nun neigen wir uns wirklich langsam dem Ende zu und schließen mit einem etwas ernsteren Thema ab. Gestern hat euch Sabrina eine wundervolle Lesung zum Thema  Freundschaft gezeigt (inklusive niedlicher Nikolausmütze!). Heute beschäftigen wir uns hingegen mit einem Thema, das Freundschaften stärken oder zerstören kann:

Depressionen & Suizid

– „Lächel doch mal!“ 
– „Das ist doch gar keine richtige Krankheit!“
– „Eine Portion Schlaf regelt das wieder!“
– „Der sieht so glücklich aus, nie im Leben ist der depressiv!“

Solche Sätze hat wohl jeder schon mal gehört oder sogar selbst von sich gegeben. Sei es aus Unwissenheit oder purem Unverständnis, weil man nicht weiß, wie sich Betroffene dieser schweren Krankheit fühlen. Fakt ist jedoch: Jährlich nehmen sich in Deutschland ca. 10.000 Menschen das Leben, die Dunkelziffer liegt dabei wahrscheinlich noch höher. Darunter sind viele Menschen, die aufgrund ihrer Depression mit solchen Vorurteilen zu kämpfen haben.
Auch in „Savior Agency“ wird das Thema anhand des erfolglosen Künstlers Hektor Frattini aufgegriffen. Sein Selbstmord macht einen großen Teil der Geschichte aus und verändert maßgeblich die Beziehung zwischen ihm und dem Savior Joshua, der dazu eingestellt wurde, Hektor Leben durch eine Zeitreise zu retten. Dabei ist auch Hektor einer der Menschen, denen man aufgrund ihres fröhlichen Äußerens nicht sofort ihre Krankheit ansieht.
Auch Joshua wundert sich zunächst darüber, wie Hektor mit seiner aufgedrehten Art mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Seinem lebensfrohen Gemüt sieht man eigentlich nicht an, dass er sich selbst minderwertig fühlt und sein Leben beenden will. Josh lernt ihn eher als quirligen Charakter kennen, der viel redet und vielleicht einfach nur einen Freund braucht, dem er sich auch anvertrauen kann.

Allerdings leidet Hektor an Symptomen, die sehr typisch für an Depressionen erkrankte sind. Seine schlimmsten Stunden erlebt er in der Nacht, wenn er den Kampf gegen die Dämonen in seinem Kopf austrägt. Aus diesem Grund leidet Hektor auch verstärkt an Schlafschwierigkeiten. Seine Kunst kann ihn in diesen Momenten ab und zu beruhigen, allerdings schafft sie es auch nicht, ihn vollständig zu besänftigen. Wenn Joshua dies mitbekommt, ist er im ersten Moment abgeschreckt, da er keine Ahnung hat, wie er mit Hektor in solchen Momenten umgehen soll.
Leider erleben viele Betroffene genau dies: Ihre Umwelt reagiert zunächst geschockt darauf, über ihren Zustand aufgeklärt zu werden, anschließend schlägt es entweder in Verständnis oder Ablehnung um. Doch selbst, wenn man sich anstrengt, mit den Betroffenen mitzufühlen, kann man oft nicht verstehen, wie stark sie wirklich leiden. Neben Schlafstörungen gehören nämlich auch weitere Symptome zu dieser Krankheit dazu, die vor allem Angehörige und Freunde nicht so einfach nachvollziehen können.

Auch das ständige Grübeln gehört zu den Anzeichen einer Depression dazu. Die Betroffenen hinterfragen ständig ihre eigenen Entscheidungen, oftmals fällt es ihnen auch schwer, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Ihr vermindertes Selbstwertgefühl lässt sie dauernd an sich zweifeln, schon beim kleinsten Misserfolg können sie sich in ihre Verzweiflung reinsteigern, weil sie sich unfähig und inkompetent für das Leben fühlen. Hektor nimmt dies vor allem im Zusammenhang mit seiner Kunst sehr schwer hin. Sein größter Traum ist es, in einer Galerie ausgestellt zu werden, die sehr renommiert ist. Am einer Ausschreibung für Nachwuchskünstler traut er sich jedoch nicht teilzunehmen, aus Angst, dass sein Werk ohnehin nicht gut genug ist und aus Scham, dass er danach fertig gemacht wird. Auch diese pessimistische Sicht in die Zukunft tritt häufig bei Menschen auf, die unter Depressionen leiden. Starke Schuldgefühle und Selbstvorwürfe begleiten diese Zustände.

Therapiemöglichkeiten gibt es viele, schließlich sollte der ganzen Gesellschaft daran gelegen sein, diesen gequälten Menschen zu helfen und sie dabei zu unterstützen, aus ihrer Krankheit wieder herauszufinden. Allerdings ist dies oftmals ein schwieriger und langer Weg, da Depressionen ebenso wie alle anderen psychischen Krankheiten nicht einfach zu behandeln sind. Man kann nicht sofort den Punkt feststellen, an dem man eingreifen muss, oftmals trauen sich Betroffene auch nicht, sich Hilfe zu suchen, bis es zu spät ist. Denn, dass es ohne geeignete und individuell abgestimmte Therapien nur schwer möglich ist, wieder auf eine gesunde und glückliche Bahn zu geraten, ist kein Wunder, wenn man bedenkt, wie viele Menschen mit Depressionen zu den jährlichen 10.000 gehören, die sich das Leben nehmen.

Da sowas nicht grundlos passiert und sich zahlreiche Menschen durch Tabus in der Gesellschaft immer noch scheuen, sich frühzeitig Hilfe zu holen, gibt es unter anderem Aktionen wie das Nationale Suizid Präventionsprogramm, deren Organisationen sich, wie der Name schon sagt, bei der Aufklärung und Vermeidung von Suiziden beteiligen.
Eine weitere Anlaufstelle für Betroffene ist die Nummer gegen Kummer. Hier können sich sowohl Betroffene als auch Angehörige Rat holen, sei es in Form eines Anrufs oder für die scheueren Menschen als Online-Chat oder E-Mail. Grundsätzlich sollte man sich trauen, solche Dienste in Anspruch zu nehmen, falls man Symptome an sich selbst oder Bekannten bemerkt. Diese Profis können genau weiterhelfen und auf die individuellen Bedingungen eingehen.

Nummer gegen Kummer für Kinder & Jugendliche: 116 111
Und für Erwachsene: 0800 – 111 0 550

Gewinnspiel

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Preise
1. Platz: Ein signiertes Taschenbuch von „Savior Agency“ + Goodies
2. und 3. Platz: Jeweils ein E-Book von „Savior Agency“ + Goodiebags

Um einen dieser tollen Gewinne abzustauben, müsst ihr nur die folgende Gewinnspielfrage beantworten:

Welche Vorurteile Depressionen & Suizid gegenüber kennt ihr aus eurem Alltag und was haltet ihr davon?

Teilnahmebedingungen

Das Gewinnspiel läuft bis zum 8. Dezember 2016 um 23.59 Uhr.
Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, ansonsten benötigen wir eine Einverständniserklärung deiner Eltern.
Deine Adresse und E-Mail-Adresse wird nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
Falls dein Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte, übernehmen wir keine Haftung dafür.
Versendet wird nur nach Deutschland.
Die GewinnerInnen erklären sich einverstanden, dass ihr Name im Rahmen der Blogtour öffentlich genannt werden darf.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
WordPress/Blogger/Facebook hat mit diesem Gewinnspiel nichts zu tun.

Tourplan

 Tag 1: Anni-chans fantastische Welt der Bücher: Buch- & Charaktervorstellung
Tag 2: Kaylies Life of Books: Autoreninterview
Tag 3: Caras Bookish Paradise:  Zeitreisen
Tag 4: Larissa Moritz: Die Kunst als Spiegel zur Seele
Tag 5: Mitternachtsschatten: Der typische Held
Tag 6: Die Büchernixe: Videolesung „Freundschaft“
Tag 7: Herzdeinbuch: Depressionen & Suizid
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10 Gedanken zu “Blogtour „Savior Agency – The Knight of Time“ – Tag 7

  1. Vorurteile sind ja meistens wie das man Überfordert ist mit allem, man Stimmungsschwankungen hat, und oft Aggressiv ist und man eben weint und man nicht weis warum!

    Danke für deinen letzten tollen Beitrag zur Tour wo ich das letzte mal weiter mein Glück fürs Print versuche da ich keine ebooks lesen!

    LG Jenny

    Gefällt 1 Person

  2. Ein sehr wichtiges Thema! Ich kenne einige, die unter Depressionen leiden und habe so natürlich auch schon einige Vorurteile und Sprüche mitbekommen. Typische Sachen wie:
    – „Mit demjenigen kann man nix anfangen“
    – „Der/Die stellt sich aber an“
    – „Lächel doch mal“
    – Depris haben immer Stimmungsschwankungen
    – sie ziehen einen runter
    – die sind ja total krank
    – der/die schauspielerz doch nur/pusht das hoch
    Usw.
    Ich hasse sowas und es stimmt mich auch einfach traurig. Generell sind Vorurteile einfach furchtbar. Meistens kommen sie auch noch von Leuten, die sich nicht mal richtig mit einem Thema auseinandergesetzt haben.

    Danke für die schöne Blogtour. Es hat wirklich großen Spaß gemacht, die Beiträge zu verfolgen 🙂
    Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig auf das Buch geworden! Mitmachen würde ich gerne wieder nur für das Print 🙂
    Viele liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  3. Sehr düsteres Thema was du dir da heraus gesucht hast 😀
    Aber Heki würde ich jetzt am liebsten nur noch knuddeln nach allem was ich bis jetzt über ihn erfahren hab ♡-♡

    Ich persönlich habe schon einige Erfahrungen mit Depression und Vorteilen ihr gegenüber erfahren dürfen, war ich selbst ein Opfer dieser Krankheit. Es ist nie leicht mit einer Krankheit dieser Art umzugehen. Sie beeinflusst dein Denken, Handeln, deine gesamte Persönlichkeit und dass nicht unbedingt immer zum Guten. Dass schlimmste sind die Selbstzweifel an Dingen die man geschaffen hat und das Gefühl der Minderwertigkeit. Vorurteile anderer, wie Depression wäre ja überhaupt keine Krankheit und man würde sich solche Dinge nur einbilden weil man nicht ganz richtig im Kopf wäre, machen die Situation nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil sogar, sorgen solche Aussagen doch nur dafür dass man sich selbst noch schuldiger fühlt, weil man wohl zu schwach erscheint sich der Gesellschaft anzupassen.
    Ich könnte noch einige andere Beispiele nennen und aus meiner Vergangenheit Situationen heraus kramen die alles nur noch schlimmer machten, aber dass würde jetzt zu weit gehen 😉

    Piece out!
    Elisabeth ♡

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  4. Hallo!
    Ein toller Beitrag. 😃
    Es wird ja oft gesagt, Menschen mit Depressionen sollen sich nicht so anstellen, die haben ja eigentlich gar nichts etc.Ich halte davon gar nichts,weil Depressionen eine ernsthafte Erkrankung sind.
    Liebe Grüße, Melanie Siedentop

    Gefällt 1 Person

  5. Hallo,

    ich kenne leider auch ähnliche Vorurteile, wie z.B. dass die Person sich nur genügend anstrengen müsste um wieder gesund zu sein. Ich finde solche Vorurteile schlimm, da sie dazu führen, dass sich Betroffene für ihre Krankheit schämen…

    LG

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  6. Ein sehr komplexes Thema. Wahrscheinlich dass der jenige nicht mehr leben wollte, und sich deswegen selbst getötet hat. Da wird aber verschwiegen, dass das eine ernste Krankheit ist und in Wahrheit wollen die meisten natürlich weiterleben, sie können es nur nicht mehr.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  7. „Hab dich nicht so“
    „So schlimm ist es doch nicht“
    …und vieles mehr. Dieses Ganze Runtergespiele und die Ansicht, dass es nicht so schlimm ist, ist wirklich absolut unangebracht!
    Die Menschen haben wirkliche Probleme und „haben sich nicht nur so“! Sie haben Mitgefühl und Unterstützung von uns verdient, denn sie haben es schwer genug

    Gefällt 1 Person

  8. Ich finde das Thema sehr schwierig weil es kein schwarz und auch kein weiß gibt.
    Am schlimmsten finde ich das viele Leute neu darüber urteilen bevor sie gewisse Aussagen/Taten hinterfragen. Ihnen ist egal wieso, weshalb und warum und das ist nicht in Ordnung. Suizid begeht niemand grundlos und Depressionen kommen auch nicht aus einer Laune heraus.
    Lieber hinterfragen bevor man vorschnell urteilt!

    Tolle Blogtour habt ihr und spannende Themen dabei, finde ich klasse 😊

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  9. Danke für deinen sehr interessanten Beitrag 🌷 💜
    Tatsächlich ist es ein sehr schwieriges Thema vielleicht sogar ein Tabuisiertes … Suizid ist ja häufig ein Hilfeschrei, den man ernst nehmen sollte. Auch Depressionen sollte man ernst nehmen und versuchen das die Betroffenen professionelle Hilfe annehmen.
    Liebe Grüße,
    Sandy

    Gefällt 1 Person

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