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Blogtour „Tochter der Träume“ & „Das Vermächtnis der Engelssteine“ – Tag 5

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Hallo ihr Lieben,
ich begrüße euch heute ganz herzlich zum fünften Tag des Blogtourspecials rund um „Tochter der Träume – Land im Schatten“ und „Das Vermächtnis der Engelssteine – Blutopal„! Die Autorinnen Marie Weißdorn und Saskia Louis sind mit ihren Büchern, die beim Eisermann Verlag erschienen sind, mit von der Partie. Gestern konntet ihr bei Anni schon einige Infos rund um den Hintergrund der Bücher erfahren, morgen geht es bei Michèle weiter mit den Nebencharakteren und der nächsten Crossoverszene. Heute wird es jedoch sehr kämpferisch, denn ich führe euch ein in

Die Finessen des Kampfes.

In beiden Titeln lassen sich so einige Szenen finden, in denen es vor allem kämpferisch heftig zur Sache geht. Schließlich müssen unsere Protagonisten an ihr Ziel gelangen, ohne von den Soldaten des Königs oder rationalen Engeln gefangen genommen zu werden. Was liegt da näher als ein wenig Kampfunterricht, um die fehlenden Fähigkeiten auszugleichen? Das dachte sich auch Gabe aus „Das Vermächtnis der Engelssteine – Blutopal“, als er Ella während eines Trainingskampfes zeigt, wozu er fähig ist:

„Alles klar. Bereit?“
Ich nickte. Einfach, weil ich nie bereit sein würde. Warum es also noch länger vor mir herschieben?
Gabe fing an, mich zu umkreisen, und ich hatte die Arme angewinkelt und stand nur auf den Fußballen, so wie er es mir gezeigt hatte.
„Vergiss deinen Schild nicht“, erinnerte er mich und es war, als wüsste er, dass ich gerade keine Sekunde daran gedacht hatte, mich mit etwas anderem zu verteidigen als mit meinen Fäusten.
Ich nickte und suchte nach etwas auf meiner Haut, das ich womöglich ausdehnen konnte, fand aber, wie erwartet, nichts. Ich wich zurück, als Gabe einen Schritt auf mich zu machte, stolperte über die dicken Sohlen der Turnschuhe und fiel rücklinks auf den Boden.
Ja, das war super. Er war zwei Meter von mir entfernt und ich lag bereits auf dem Boden. Mit rotem Kopf rappelte ich mich wieder auf. Ich hielt es Gabe zugute, dass er nicht lachte. Leider nutzte er die Zeit, in der er nicht lachte, für etwas anderes. Bevor ich auch nur blinzeln konnte, stand er plötzlich hinter mir und ich spürte, wie er eine warme Hand auf meinen Nacken legte. Ich riss meinen Arm hoch, um seine Hand wegzustoßen, doch kam nie bei ihr an.
Kleine Messer schienen meine Wirbelsäule zu durchbohren und sich wie ein Stromschlag im Rest meines Körpers auszubreiten. Augenblicklich knickten meine Knie weg und ich fiel vornüber auf die Matte. Keuchend stützte ich mich auf dem Boden ab, doch Gabe hatte mich bereits wieder auf die Beine gestellt.
„Du hast nicht einmal versucht, deinen Schild zu benutzen!“, presste er grimmig hervor.„Doch“, log ich, „es …“
„Ella! Lüg mich nicht an. Du kannst mich mit deinen Händen nicht besiegen! Du musst deinen Schild benutzen! Noch einmal.“
Wieder umkreisten wir uns und wieder suchte ich nach meinem Schild oder nach Wut, mit der ich es vielleicht dazu zwingen konnte, Gabe anzugreifen.
Aber ich wollte Gabe nicht angreifen. Er sah müde aus. Es wäre nicht fair, wenn …
Gabe machte einen schnellen Schritt zur Seite, doch diesmal sah ich, was er vorhatte. Er hatte es auf meinen nackten Oberarm abgesehen und ich duckte mich unter seinem Arm weg und blockte mit meinem eigenen seine Hand ab, bevor sie meine Haut berühren konnte.
Ha! Ich hatte meine Deckung behalten und seine Hände abgewehrt! Oh mein Gott, das war mir noch nie gelungen, ich … RUMS!
Mit einer einzigen Bewegung seines rechten Beines zog Gabe mir den Boden unter den Füßen weg und ich schlug hart mit dem Rücken und dann mit dem Kopf auf. Die Luft wurde aus meinen Lungen gepresst und Gabes Gesicht, das jetzt über mich gebeugt war, verschwamm vor meinen Augen.
„Du darfst deine Füße nicht vergessen“, sagte er und reichte mir eine Hand. „Nie die Füße vergessen.“

Wie ihr sehen könnt, ist das A und O bei einem Kampf gegen einen Todesengel also die Deckung. Wer es mit einem wohltrainierten Vertreter dieser Art aufnehmen möchte, hat nämlich nicht besonders viel zu lachen. Schilde können sie zwar nicht erschaffen, wie die Engel und Halbengel, dafür haben sie jedoch auch die Fähigkeit, ihre Gegner durch eine bloße Berührung, bei der sie ihnen einen Kraftstoß versetzen, auszuknocken.
Also, denkt an die nächste Regel: Lasst euren Gegner nie an eure ungeschützte Haut! Gerade der Nackenbereich und die Schläfen werden gerne genutzt, jedoch ist auch ein Kraftstoß in den Brustkorb besonders schädlich.
Als Halbengel sollte Ella in der Lage sein, Schilde zu erschaffen. Das Zauberwort ist hierbei sollte: Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, über ihre Füße zu stolpern (aber mal ganz ehrlich, wer kann es ihr verdenken, Gabe ist auch einfach zum Niederknien!), denkt sie auch gerne mal darüber nach, wie müde und geschafft ihr Gegner schon aussieht. Für einen Schild braucht es jedoch ein hohes Maß an Konzentration, erst recht, wenn man diesen auch noch auf den Gegner abfeuern will. Man merke also: Immer auf die Situation konzentrieren und den Gegner im Auge behalten!
Damit bei Trainingskämpfen keine bleibenden Schäden verursacht werden, sollte man angemessene Sportkleidung tragen. Damit die Kraftstöße abgeleitet werden können, eignen sich vor allem Schuhe mit dicker, fester Sohle. Einfache Chucks reichen dabei nicht aus, wie auch Ella feststellen muss. Der Schüler muss in Straßenkleidung trainieren, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, in Ballkleidern kämpft es sich allerdings eher schlecht. Dem Lehrer steht aber auch eine Jogginghose frei – wenn es nach Ella geht, auch gerne ohne ein T-Shirt …

Wenden wir uns nun doch der Waffenkunde zu. Wenn man nicht gerade besondere Kräfte besitzt, mit denen man die Gegner lahmlegen kann, hilft ein Griff zu einer Waffe nach Wahl. Jedoch muss auch der Umgang mit diesen Gerätschaften sorgfältig geübt werden, besonders, wenn es sich um speziellere Exemplare handelt, wie in diesem exklusiven und deshalb etwas zensierten Ausschnitt aus dem zweiten Band von „Tochter der Träume“:

„Ein bisschen ernsthaftes Training kann anscheinend auch nicht schaden“, stellte XXX lachend fest, während sie den Arm über den Kopf hob und begann, die Peitsche kreisen zu lassen. „Möchtest du mich etwa nicht angreifen?“
Endlich fand Leyna ihre Sprache wieder. „Dieser Kampf ist vorbei, sobald einer von uns entwaffnet ist oder aufgibt“, forderte sie, XXX nickte.
„Ich kann mir jetzt schon denken, wer das sein wird“, erwiderte ihre Freundin mit einem Grinsen. Dann senkte sie den Arm in einem leichten Bogen hinab zu ihrem Bauch, ließ die Peitsche ihrer Drehung folgen und sie nach vorn schnellen.
Leyna sprang zur Seite und nutzte den kleinen Moment, den XXX brauchte, um ihre Waffe mit einer Gegenbewegung zurück zu ziehen, um vorzuspringen. Das Zischen, mit dem das Leder die Luft hinter ihr zerschnitt, ging ihr durch und durch.
Doch bevor sie ihre Gegnerin erreichen konnte, drehte diese sich erneut, sodass die Peitsche in unglaublichem Tempo genau durch ihre Laufbahn fuhr. Es war zu spät, um auszuweichen, also duckte Leyna sich nur und hob ihr Schwert schräg über den Kopf.
Entgegen ihrer Erwartung wurde die Peitsche nicht zerschnitten, sondern glitt nur an der Klinge ab und kam hinter XXX mit einem Knall auf dem Boden auf.
Sofort brachte diese sie wieder in die Luft und ließ sie dann nur eine Handbreit neben Leyna auf den Boden knallen, sodass sie die Erschütterung spüren konnte.
Allmählich wurde ihr klar, dass sie nur schwer eine Möglichkeit dazu finden würde, XXX mit ihrem Schwert anzugreifen. Ihre eigene Reichweite war viel kleiner als die ihrer Freundin, sie würde sie treffen, sobald sie auch nur zwei Schritte vor ihr stand. Sie musste schnell sein, darauf warten, dass sie ihr eine Lücke bot.
Die Peitsche kreiste nun schräg über XXXs blonden Haaren und erzeugte bei jedem leichten Bodenkontakt ein durchdringendes Zischen.
Leyna wartete, bis das Ende gerade ihre Kopfhöhe überschritten hatte. Dann sprang sie nach vorn, sah das Leder schon wieder neben sich, ließ sich zu Boden fallen und stieß ihre Klinge vor. Keuchend wich XXX zurück, um dem Stich gegen ihr Bein zu entgehen. Einen Augenblick später war Leyna wieder auf den Füßen und genoss den Ausdruck der Überraschung auf XXXs Gesicht.
„Wir werden noch sehen, wer hier aufgeben wird“, rief sie und begann ebenfalls zu lächeln. Sie war nicht so unterlegen, wie ihre Freundin gedacht hatte.
Doch um wirklich zu triumphieren, fehlte ihr die Zeit.

Wie ihr sehen könnt, kommt es in „Tochter der Träume“ auch auf die Wahl der Waffen an. Leyna und Sivan, unsere Protagonisten, bedienen sich gerne an Schwertern. Sivan besitzt gleich zwei dieser Sorte, die sehr alt sind und Inschriften eingraviert haben: Meanath, was Vergangenheit, und Lianath, was Zukunft bedeutet. Da er ein außerordentlich guter Kämpfer ist, solltet ihr euch in Acht nehmen: Schnelligkeit und Treffsicherheit sind beim Schwertkampf enorm wichtige Faktoren!
Wie ihr an den Inschriften erkennen könnt, sind Waffen auch sehr persönliche Gegenstände, die man nicht einfach mal so verleiht. Unsere ominöse Kämpferin aus Teil 2 hat sich auch eine Waffe ausgesucht, die man sonst eher weniger findet. Wer kann sich schon vorstellen, mit einer Peitsche gegen ein Schwert anzukommen? Mit einer ausgefallenen Waffe kann man also auch die Gegner verwirren und sich durch die anfängliche Uneinschätzbarkeit einen klaren Vorteil im Kampf ergattern.
Wichtig ist ebenfalls, die eigenen Stärken und Schwächen einschätzen zu können. Leyna verlangt in „Land im Schatten“ nach Kampfunterricht mit Sivan, um sich selbst schützen zu können. Sie muss zunächst einmal lernen, wie man seine Schwerter überhaupt richtig hält, doch auch das Gewicht der Waffen in Relation zur eigenen Stärke spielt eine Rolle. Eine Waffe sollte also immer die Schwächen ihres Trägers ausgleichen und seine Stärken möglichst gut hervorheben – deshalb ist die individuelle Anpassung so wichtig. Falls ihr also mal vor der Entscheidung steht, ob ihr lieber mit Schwertern, Peitschen oder gar Kristalldolchen wie die Todesengel kämpft, probiert ihr am besten alles mal aus. Damit kann man auch wunderbar Sperrmüll zerkleinern!

Gewinnspiel

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Natürlich gibt es auch wieder ein tolles Gewinnspiel, für das ihr jeden Tag unter den Beiträgen Lose sammeln könnt! Beantwortet doch bei mir einfach die folgende Frage:

Welche Waffe würdet ihr im Kampf gegen euren stärksten Feind benutzen?

Teilnahmebedingungen:

Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
Das Gewinnspiel endet am 04.12.2016 um 23:59 Uhr.
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich im Gewinnfall bereit, öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung des Gewinnes möglich.
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird nicht von Facebook organisiert.

Tourplan

Tag 1: Autorenvorstellung und Buchvorstellung: Aurelia L. Night
Tag 2: Crossover-Szene 1 & die Hauptcharaktere: Bookwormdreamers
Tag 3: Götter&Gotteskinder und Engel&Todesengel: Naraliyas Journey to Fairytales
Tag 4: Die Geschichte hinter der Geschichte – Interview: Anni-chans fantastische Welt der Bücher
Tag 5: Die Finessen des Kampfes: hier bei mir
Tag 6: Crossover-Szene 2 & Nebencharaktere: Elchi’s World of Books
Tag 7: Testbericht zu den Charakteren: Die Bücherfreaks
Tag 8: „Gewinnspiel“: 

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10 Kommentare zu „Blogtour „Tochter der Träume“ & „Das Vermächtnis der Engelssteine“ – Tag 5

  1. Feinde? Ich hab Feinde? Seltsam, ich dachte, jeder mag mich 😀
    Ne, Spaß. Ich denke, ich würde ein Schwert wählen. Hab das zwar noch nie ausprobiert, aber passt. Alternativ tuts auch ein Stab, Stockfechten kann ich xD Bogenschießwn hingegen…. Na ja, der Treffer damals in Buchenau war Zufal *hust* Also bleib ich wohl lieber beim Schwert. Aber bei meiner Kraft… nun, vielleicht sollte ich mit etwas in Hobbitschwert-Größe anfangen ^^

    Liebe Grüße
    Cara ❤

    Gefällt mir

  2. Also erstmal grandioser Beitrag, hat mit echt köstlich amüsiert :’D.
    Da ich ja eher ein Freund sehr außergewöhnlicher Waffen bin und den Gedanken einfach unheimlich witzig finde vor einem Feind mit einer solchen Waffe zu stehen, würde ich selbst wohl eine Sense zur Hand nehmen. Einmal ist es eine perfekte Waffe für leicht ungeschickliche wie mich, da man mit dieser seinen Feind gut auf Distanz halten kann. Außerdem wollte ich immer schon mal sagen „Jetzt kommt der Sensenmann!“ und dabei wild mit einer Sense herum fuchteln xD

    Piece out!
    Elisabeth

    Gefällt 1 Person

  3. Hmm, das ist eine sehr schwierige Frage, da ich vermute, dass ich mit Schwertern eher weniger gut umgehen kann. Vielleicht wären Pfeil und Bogen eher was für mich. So hätte ich auch etwas Distanz zum Feind. Ansonsten wäre für mich auch als Waffe die Presse eine gute Lösung. Wer als Feind einen grossen Politiker hat, muss versuchen, sein Ansehen und so seine Macht zu schwächen. Dies funktioniert allerdings nicht bei einer Diktatur…

    Gefällt 1 Person

  4. Hallo 🙂

    Am liebsten würde ich natürlich keine Waffe anwenden. Wofür hat man den Münder zum reden. Außerdem könnte ich mit einer richtigen Waffe gar nicht umgehen. 😉
    Aber wenn ich es könnte würde ich vielleicht zum Schwert oder Pfeil und Bogen greifen. Mit diesen Waffen wollte ich schon immer mal lernen zu kämpfen. 🙂

    Liebe Grüße
    Alicia
    (alicia@joerg-neu.de)

    Gefällt 1 Person

  5. Hallo,

    ich würde wahrscheinlich versuchen, zunächst mal gar nicht zu kämpfen, sondern einen Kompromiss zu finden und dafür würde ich strategische und emphatische Fähigkeiten nutzen wollen 😉

    LG

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