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Wenn deine Hoffnung langsam verblasst…

Amy Ewing: Das Haus vom Stein

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Inhalt

Los 192. Raven Stirling. Ein junges Mädchen, das bei der großen Auktion als Surrogat im Haus vom Stein geendet ist. Doch Ravens Hoffnung erlischt nicht so leicht, der Gedanke an Violet, die bei der Herzogin vom See untergekommen ist, lässt sie immer weitergehen, Schritt für Schritt. Und immer wieder erinnert sie sich, während sie unfassbare Qualen erträgt, wer sie ist: Raven Stirling. Nicht nur eine Nummer.

Quickfacts

Autor: Amy Ewing
Titel: Das Haus vom Stein
Preis: 2,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-10-403767-7
Verlag: Fischer Verlag
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

Die Kurzgeschichte zu Amy Ewings Reihe rund um das Juwel habe kurz vor Erscheinen des zweiten Teils förmlich inhaliert. Zwar konnte ich mich nicht mehr an alles erinnern, und gerade die Namen haben mir Schwierigkeiten bereitet, denn es ist fast ein Jahr her, dass ich Band eins gelesen habe, doch gerade dafür war die Kurzgeschichte aus Ravens Sicht perfekt geeignet, um alles wieder aufzufrischen.

Raven wurde als Surrogat an das Haus vom Stein verkauft. Während Violet, ihre beste Freundin, im Juwel auch schon unheimliche Schrecken erleiden musste, erfährt man jetzt hautnah, wie es dem aufmüpfigen Mädchen mit dem schrecklichen Sturkopf ergangen ist. Denn genau der bringt Raven in große Gefahr. Immer wieder wird sie aufs Grausamste gequält, der psychische Terror, den sie schon kurz nach ihrem Kauf erleiden muss, ließ mir als Leser oft den Atem stocken. Auch der körperliche Schmerz treibt sie hart an ihre Grenzen, und ihre Besitzerin kennt kein Erbarmen.

Als Leser erfährt man mehr über einige Hintergrundcharaktere, die im „Juwel“ noch nicht so eine große Bedeutung hatten, und wird tiefer hineingesogen in die grausame Welt der Reichen, die das Juwel beherrschen. Raven ist hierbei nur ein kleiner Baustein in einem riesigen Spiel, ein Puzzleteil, das sich nicht so recht einfügen will. Und ihr Ungehorsam wird bestraft. Amy Ewings bildlicher Schreibstil lässt den Leser nicht zu Atem kommen, trotz der Kürze ist die Geschichte voll mit Brutalität und der nackten Panik, die sich direkt auf den Leser überträgt. Man fiebert mit, man hofft, und weiß doch, wie die Geschichte schließlich ausgeht, da sie parallel zu den Ereignissen aus dem „Juwel“ erzählt wird. Viele Details, unter anderem über die neuen Nebencharaktere, setzen das große Bild in seinen kompletten Stand.

Wer den ersten Teil der Reihe rund um Violet geliebt hat, sollte sich die Kurzgeschichte zu Raven definitiv nicht entgehen lassen. Sie eignet sich gut als Auffrischung und zeigt wieder einmal die Skrupellosigkeit der Bewohner des Juwels.

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