Alicia Mirowna: Ballerina High – Carmen

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Inhalt

In ihrem Abschlussjahr steht für die Tänzer der Youth Ballet High alles auf dem Spiel. Im Kampf um das begehrte Solo , den Boléro, gerät die Freundschaft zwischen Jade und Trisha ins Wanken. Beide Mädchen wollen die Beste sein, überzeugen können, im Rampenlicht stehen. Doch nur eine kann siegen, und damit endgültig zerstören, was sie sich jahrelang aufgebaut haben…

Quickfacts

Autor: Alicia Mirowna
Titel: Ballerina High – Carmen
Preis: 1,99€ (E-Book) | 5,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978-1519757203
Das Buch könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

Meine Bewertung

Um ehrlich zu sein, fällt es mir sehr schwer, dieses Buch zu bewerten. Normalerweise liebe ich Bücher übers Ballett, auch wenn es um Machtkämpfe und Rivalitäten geht, doch durch Alicia Mirownas Werk musste ich mich mehr durchkämpfen, als dass ich es wirklich genießen konnte. Mir tut es selbst ein bisschen in der Seele weh, denn tatsächlich hätte das Buch sehr viel besser werden können, wenn man anders an die Sache rangegangen wäre.

Zuallererst möchte ich deshalb das Positive nennen, den einzigen Aspekt, wegen dem ich doch noch zwei Sternchen auf den anderen Portalen vergeben habe: Alicia Mirownas Schreibstil ist wirklich schön, ihre Wortwahl passend zum geschehen, und obwohl das Buch eher an Jugendliche gerichtet und auch aus deren Sicht geschrieben ist, macht der Schreibstil es auch zu einem Buch, das auch Erwachsene unterhalten könnte.

Aber, und hier liegt das Problem: Es könnte, aber es tut nicht. Die Schwierigkeiten der Story liegen eindeutig bei den Charakteren und der unausgereiften Handlung. Erstens wurde versucht, gefühlt ein Dutzend Charakteren eine eigene Persönlichkeit zu geben, wobei die meisten leider einfach in das Teenie-Klische der reichen, verwöhnten, egozentrischen Gören abgedriftet sind. War mir Jade am Anfang noch sympathisch, hat sie es sich recht schnell verscherzt. Wer herummeckert, dass die beste Freundin eine manipulative Ziege ist, und sich danach als noch größeres Miststück erweist, ist bei mir unten durch.
Zweitens hatte die Story was von „Wir hassen uns alle und wollen einfach nur um jeden Preis gewinnen“, und solche Geschichten funktionieren eben nur, wenn man eine anständige Charakterdynamik aufbaut, die hier aber nicht gegeben war. Ich habe von Anfang an nicht verstanden, wie sich die Handelnden überhaupt als Freunde bezeichnen können, wenn alles, was sie tun, nur das Rumhacken auf den anderen ist. Halbwegs interessant war noch Sams Geschichte, weil er ein Dieb in der Kleinstadt war und ihn alle noch als solchen ansehen. Dass er seine Stimmungen aber auch so oft wechselt und dabei total undurchdringlich ist, macht aber auch diesen Hoffnungsschimmer wieder zunichte.

Den zweiten Teil der Reihe, „Eurydike“, werde ich mir nach einigem Überlegen nicht kaufen. Dafür hat mich die Geschichte einfach nicht überzeugt, auch wenn ich denke, dass die Autorin durchaus gute Chancen hat, aufzusteigen, wenn sie ihre Charaktere mit mehr Gefühl und Individualität ausstattet und der Geschichte etwas mehr Pfeffer verleiht.

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Ein Gedanke zu “Bühnenhelden, Spitzenschuhe und Freundschaftskiller…

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