Rebecca Wild: Winteraugen

Winteraugen (North & Rae 1)

Inhalt

Seit Sommerkönig Augustus den Handel mit dem Wintervolk verboten hat, liegen die Königreiche Sommer und Winter im Clinch miteinander. Die junge Rae hat ihr ganzes Leben in einem kleinen Dorf in Sommer verbracht, und noch nie einen Winterling gesehen, erst Recht keinen, der die von Augustus gefürchtete Magie beherrscht. Doch als die Sommerprinzessin Juni verschwindet und Raes Bruder Luca verdächtigt wird, sie mit Magie entführt zu haben, droht ihm die Hinrichtung, was Rae auf keinen Fall zulassen will. So macht sie sich auf, um den Winterling zu finden, den man tatsächlich erst vor Kurzem in Sommer gesichtet hat. Doch dazu muss sie einige gefährliche Hindernisse überstehen, allen voran den magischen Herbstwald der Feen – glücklicherweise hat sie den Waldführer North und sein kleines Lamm. Aber der seltsame Winterling verbirgt auch ein Geheimnis, das Rae helfen könnte, wenn er es nur Preis gäbe…

Meine Bewertung

Winteraugen war so ein typischer Kauf, den ich getätigt habe, weil mich das Cover so sehr angezogen hat. Auch der Klappentext hat mich ziemlich angesprochen, und da habe ich es mir recht spontan zugelegt. Da jetzt meine Bücher in Kartons umziehen und dort bleiben, bis mein neues Zimmer eingerichtet ist, habe ich wieder auf den Kindle zurückgegriffen, und mich an diese schöne Geschichte aus dem Impress-Verlag rangemacht. Und wie ich es so von diesem Verlag kenne – ich wurde nicht enttäuscht.

Fangen wir bei den Protagonisten an. Die Sicht wechselt zwischen North und Rae, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Sommermädchen ist entschlossen, abenteuerlustig, sagt stets ihre Meinung und handelt schneller, als sie wirklich alles durchdenkt. Der Winterling hingegen beherrscht Magie, die er sehr gezielt und überlegt einsetzt, spricht sehr wenig und hält sich normalerweise von den Menschen fern. Seine Hintergrundgeschichte erfährt der Leser sehr spät, doch sie ist ebenso tragisch wie rührend, und erklärt auch seinen Charakter sehr gut. Trotz allem kann man aber nicht sagen, dass er mit seiner wortkargen Art unsympathisch ist, denn auch, wenn ihm Rae anfangs auf die Nerven geht, hilft er ihr und tut seine Pflicht. Ich fand es sehr positiv, dass er zwar dieser kleine Einzelgänger ist, aber trotzdem nicht so unfreundlich, wie man es von anderen Männern in solchen Geschichten kennt, die ähnliche Charakterzüge tragen. Allerdings muss ich sagen, dass sich die Charaktere kaum verändert oder weiterentwickelt haben, was bei den rasanten Ereignissen aber auch nicht ganz so einfach war. Ich hätte es aber auch schön gefunden, wenn weitere Nebencharaktere etwas mehr Zeit bekommen hätten, zum Beispiel um zu erklären, wie North eigentlich genau zu der Gastfamilie in Winter steht, die ihn aufnimmt, und um seine Familiendynamik mit seinem Bruder etwas auszubauen. Auch Prinzessin Junis Zeit kam ein wenig zu kurz.

Die Geschichte ging wirklich schnell voran, es gab eigentlich durchgehend Action, und man kam trotzdem ziemlich gut hinterher, da die Ereignisse logisch waren und man die Handlungen der Charaktere, insbesondere die Missverständnisse zwischen North und Rae gut nachvollziehen konnte. Dementsprechend fiel es mir nicht schwer, dieses Buch rasant durchzulesen. Und dazu trägt auch Rebecca Wilds, einfacher, prägnanter Schreibstil einen großen Teil bei. An manchen Stellen hätte sie zum Beispiel auch ausführen können, inwiefern die Königreiche früher zusammengearbeitet haben und wieso sie kurz vor einem Krieg stehen, denn die bloße Furcht König Augustus‘ vor der Wintermagie erscheint mir da doch recht lasch, aber das ist wohl Ansichtssache – für meinen Geschmack hätten es noch etwas mehr Infos sein können, da ich schließlich auch total gestutzt habe, als dann von Sommermagie die Rede war, die bis zum Schluss niemals auch nur erwähnt wurde. Im Gegenteil, man hatte den Eindruck, dass nur das Wintervolk und die Feen Magie beherrschen. In diesem Sinn hätte ich mir auch mehr Erklärungen gewünscht – woher kommt die Magie, wovon hängt es ab, wer sie beherrscht?

Insgesamt war ich mit der Geschichte sehr zufrieden, und ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der sich mehr auf den Winterprinzen und die Sommerprinzessin fokussieren soll. Der Plot Twist am Ende war eigentlich auch ganz nett, und weist darauf hin, dass wir auch noch mehr von North und Rae lesen werden – schließlich sind noch so einige Fragen offen geblieben.

Das E-Book könnt ihr unter Anderem hier erwerben: (X)

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5 Gedanken zu “Die Kälte in den Augen, die Wärme im Herz…

      1. Jaaaa, aber neeee. Ich bin ein Buchleser. .Ich kann das nicht und mein Handy hat schon so zu viel schnickschnack drauf. Das auf dem kleinen Bildschirm ist auch ne so prickelnd. Vllt kommt es noch als Print. :3

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