Bücher · Rezension

Der Krieg ums Universum – getarnt als Spiel…

S. J. Kincaid: Insignia – Die Weltenspieler

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Inhalt

Tom Raines ist ein Gamer, durch und durch. Er zieht mit seinem alkoholabhängigen Vater von Stadt zu Stadt, gilt in der virtuellen Schule als ein Nichtsnutz und Versager. Äußerlich auch wenig ansprechend, malt er sich für sein Leben keine große Zukunft aus – bis er vom Militär rekrutiert wird. Er soll einer Ausbildung unterzogen werden, die es ihm ermöglicht, die Kriege im Weltall auszufechten, die ihm Ruhm und Ansehen einbringen werden. Denn seit Jahren sind die zwölf großen Konzerne der Welt gespalten und wetteifern um die Vormacht in Sachen Weltall und den damit verbundenen, knappen Ressourcen. Dabei werden sie unterstützt von zwei Bündnissen: Auf der einen Seite stehen die Indo-Amerikaner, auf der anderen die Russen und Chinesen. Tom soll nun von den Amerikanern ausgebildet werden – doch ein Haken ist dabei: Ihm wird ein Chip ins Gehirn eingepflanzt, mit dem er zu einer lebenden Maschine wird. In der Lage, riesige Datenmengen und Informationen zu verarbeiten, muss er sich nun jedoch mit den restlichen Jugendlichen rumschlagen, die ebenfalls einen heißbegehrten Platz an der Spitze wollen. Denn nur, wer von den Konzernen gesponsert wird, darf tatsächlich an die Kriegsmaschinen ran. Tom muss noch viel lernen: Teamwork, um seine Ausbilder zu überzeugen, Durchsetzungsvermögen, um den arroganten Freund seiner Mutter loszuwerden, und ganz viel Glück, um seinen großen Traum zu erreichen: Dem größten Gegner aus dem russisch-chinesischen Bündnis entgegentreten. Codename Medusa lässt sein Herz höher schlagen, doch da sind noch allerlei Probleme, die er mit seinen Freunden klären muss…

Meine Bewertung

An Insignia bin ich mit Erwartungen rangegangen, die nicht direkt enttäuscht wurden, allerdings auch nicht erfüllt. Nicht falsch verstehen: Das Buch hat mich wahnsinnig gefesselt und ich denke noch Wochen später darüber nach. Aber „Insignia“ ist doch ganz anders, als ich erwartet hatte.

Zuallererst muss ich sagen, dass ich viele Teile, die technische Erklärungen enthielten, einfach nur überflogen habe. Obwohl ich die Fachbegriffe nicht direkt kannte, konnte ich doch nachvollziehen, was passiert, und auch, wie es funktioniert, was ich sehr positiv fand, denn der Autorin gelang damit wirklich etwas sehr Gutes: Technische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber trotzdem ist alles selbst für Laien verständlich.

Der zweite Pluspunkt waren definitiv die Charaktere. Tom ist in seiner Jugend ein wenig naiv, aber auch sehr interessant, und seine Beweggründe sind immer gut nachvollziehbar. Sympathisch ist er mir aber erst nach einer Weile geworden. Vikram, der nur Vik genannt wird, ist auch gut ausgefeilt, bei Zeiten etwas nervig, aber trotzdem ein toller Charakter. Die Ausbilder sind gut geschrieben, abwechslungsreich, ebenso wie die restlichen Rekruten. Der vermeintliche Spion der Russen, Yuri, dem man das Hirn mit dem Chip manipuliert, ist wohl einer der knuffigsten Leute, von denen ich je gelesen habe, und dazu noch mächtig verschossen in meinen absoluten Liebling: Wyatt Enslow. Ein seltsames, oftmals verschrobenes Mädchen, das aber trotzdem durch ihre freundliche Art, ihren schrägen Humor, und ihre wahnsinnige Intelligenz punktet. Wyatt war für mich wirklich der Inbegriff eines grandiosen Charakters, und sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Dass sie immer wieder Anlass für Spott ihrer Konkurrenten bietet, macht sie nur noch liebenswerter.

Alles in allem hat mich das Buch wirklich überzeugt. Manchmal ist es ein wenig kindisch, aber trotzdem macht es wahnsinnig Spaß, weil die Story mal was anderes ist und die Charaktere wirklich überzeugen. Ich warte schon ungeduldig darauf, dass auch die nächsten Teile übersetzt werden, denn „Insignia“ hat es definitiv in meine Favoriten-Liste geschafft!

Das Buch könnt ihr unter anderem hier erwerben: (X)

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